Vorteile von Produkten aus ökologischem Landbau



Der Leitgedanke des ökologischen Landbaus ist das Wirtschaften im Einklang mit der Natur, um gesunde und wertvolle Lebensmittel zu erzeugen und die Umwelt zu schützen. Den Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel und die artgerechte Tierhaltung stehen dabei im Mittelpunkt.


Aber nicht nur der Anbau entscheidet über die Qualität eines Nahrungsmittels, sondern auch die Verarbeitung. So dürfen bei der Herstellung von Bio-Produkten nur 36 Zusatzstoffe verwendet werden - gegenüber den 300, die in der EU für konventionelle Lebensmittel erlaubt sind. Geschmacksverstärker, Farbstoffe, künstliche Aromen, chemisch veränderte Fette und Stärken sind verboten.

Woran erkenne ich Bio-Lebensmittel?
Die Begriffe "ökologisch" und "biologisch" ebenso wie "öko" und "bio" sind seit 1993 gesetzlich geschützt und stehen für das Einhalten der EG-Öko-Verordnung Nr. 2092/91. Diese Verordnung schützt Verbraucher europaweit vor irreführenden Produkt-Kennzeichnungen.

Das staatliche Bio-Siegel besagt, dass die damit gekennzeichneten Produkte nach den Standards dieser Verordnung produziert wurden.

Die Kontrollstellennummer muss immer angegeben sein (z. B. DE-001-Öko-Kontrollstelle). Der Begriff "Naturkost" kann Ökoware bezeichnen, muss es aber nicht.

Die Kontrolle bei Öko-Produkten ist so umfassend wie bei kaum einer anderen Lebensmittelgruppe. Das Kontrollsystem ist ähnlich organisiert wie der TÜV. Bio-Produzenten müssen sich bei einer zugelassenen Kontrollstelle anmelden. Mindestens ein Mal pro Jahr werden intensiv und unabhängig kontrolliert: der gesamte Betriebsablauf, Felder, Ställe, Lager, Produktions- und Verkaufsstätten, die Buchhaltung. Zusätzlich erfolgen unangemeldete Kontrollen. Ist der Betrieb einem Verband angeschlossen, kontrolliert dieser noch einmal extra, ob die - oft strengeren - Verbandsregeln eingehalten werden.

Warum sind Bio-Produkte oft teurer als konventionelle Lebensmittel?


  • Umweltschonende und tiergerechte Produktion bedeutet geringere Erträge im Pflanzenbau und niedrigere Leistungen in der Tierhaltung.
  • Die Anzahl der Tiere ist an die Fläche gebunden. Der hofeigene Anbau des Tierfutters vermindert die Fläche mit vermarktungsfähigen Pflanzen.
  • Da auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel verzichtet wird, müssen die Bio-Bauern Unkraut z. B. mechanisch bekämpfen. Auch die Versorgung der Tiere ist häufig zeitaufwendiger. Dieser höhere Arbeitseinsatz kostet Geld.
  • Kontrollen und Analysen sind teuer.
  • Aufgrund der geringeren Handelsmengen verfügt der Ökolandbau noch nicht über die kostengünstigen Strukturen bei Logistik, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.

Qualität hat ihren Preis. Dennoch kann man auch beim Bio-Einkauf sparen:


  • Wählen Sie Produkte der jeweiligen Jahreszeit, am besten aus der Region.
  • Kochen Sie mit frischen Zutaten anstelle von Fertiggerichten.
  • Essen Sie seltener, dafür aber bewusst qualitativ hochwertiges Fleisch.
  • Verabreden Sie sich mit Freunden für gemeinsame Großeinkäufe direkt beim Erzeuger/ab Hof oder organisieren Sie Gemeinschaftsbestellungen.